IVOM-AMD-Behandlung München

Moderne Therapie bei feuchter AMD: Sehvermögen stabilisieren, Verlauf bremsen

IVOM-AMD-Behandlung München: Wenn das Sehen in der Mitte unsicher wird – beim Lesen, am Handy oder beim Erkennen von Gesichtern – ist das im Alltag schnell belastend. Gerade bei der (feuchten) altersbedingten Makuladegeneration (AMD) kann sich die Sehqualität spürbar verändern. Die gute Nachricht: Es gibt moderne Behandlungsoptionen, die darauf abzielen, den Verlauf zu stabilisieren und das Sehvermögen möglichst lange zu erhalten.

Eine bewährte Methode ist die IVOM-AMD-Behandlung. Dabei wird ein Medikament gezielt im Auge eingebracht – direkt dort, wo es gebraucht wird. Das klingt im ersten Moment vielleicht ungewohnt, ist in der Praxis aber ein kurzer, standardisierter Eingriff, der sehr häufig durchgeführt wird. Und wenn man weiß, was genau passiert und warum, fühlt sich vieles direkt entspannter an: Von den ersten Schritten bis zu dem, was danach wichtig ist.

Was ist eine IVOM-AMD-Behandlung?

Medikament gezielt dorthin, wo es wirken soll

Bei der IVOM-AMD-Behandlung wird ein Medikament direkt ins Auge gegeben – genauer: In den Glaskörperraum. IVOM steht für „intravitreale operative Medikamenteneingabe“. Das bedeutet im Grunde: Der Wirkstoff wird genau an den Ort gebracht, an dem bei der feuchten AMD Veränderungen stattfinden.
Warum macht man das so? Weil viele Medikamente am besten wirken, wenn sie lokal eingesetzt werden. Statt den Wirkstoff über den ganzen Körper zu verteilen, wird er gezielt am Auge eingesetzt, also dort, wo er gebraucht wird. Das kann helfen, krankhafte Prozesse an der Stelle zu bremsen, an der das scharfe Sehen entsteht (der Makula).

Wichtig zu wissen: Ziel der Behandlung ist in vielen Fällen, das Sehvermögen möglichst zu stabilisieren und eine Verschlechterung zu verlangsamen. Eine Verbesserung kann vorkommen, ist aber nicht bei jedem Menschen gleich und lässt sich nicht versprechen. Entscheidend sind der Ausgangsbefund, das Stadium der AMD und wie konsequent die Kontrollen und Behandlungsintervalle eingehalten werden.

Wann ist eine IVOM-AMD-Behandlung sinnvoll?

Für wen die Therapie infrage kommt – und wie die Entscheidung getroffen wird

Eine IVOM-Behandlung (bei uns) in München wird vor allem dann eingesetzt, wenn eine feuchte AMD vorliegt. „Feucht“ bedeutet, dass sich unter der Netzhaut krankhafte, undichte Blutgefäße bilden können. Dabei kann Flüssigkeit austreten, was das scharfe Sehen in der Netzhautmitte beeinträchtigt. Genau hier setzt die Therapie an: Sie zielt darauf ab, diese Prozesse zu bremsen und das Sehvermögen möglichst zu stabilisieren.

Ob eine IVOM-Behandlung, -Medikamenteneingabe in Ihrem Fall sinnvoll ist, entscheidet sich anhand klarer Befunde. In der Regel gehören dazu eine augenärztliche Untersuchung und spezielle Bildgebungen der Netzhaut. So lässt sich einschätzen, wie aktiv diese chronische Erkrankung ist und ob eine Behandlung gerade notwendig ist. Auch die Frage, in welchen Abständen die Injektionen stattfinden, ist individuell – manche Patientinnen und Patienten benötigen engere Kontrollen, bei anderen können die Intervalle später angepasst werden.

Gut zu wissen: Nicht jede Sehverschlechterung ist automatisch eine feuchte AMD – und nicht jede AMD braucht sofort eine IVOM. Gerade deshalb ist eine saubere Diagnostik wichtig. In einem persönlichen Gespräch besprechen wir Befund, Behandlungsziel und das passende Vorgehen verständlich mit Ihnen, damit Sie eine fundierte Entscheidung treffen können.

So läuft die IVOM-AMD-Behandlung ab

Schritt für Schritt: Behandlung, Nachsorge und was Sie beachten sollten

Die IVOM-AMD-Behandlung ist ein kurzer, standardisierter Eingriff, der in der Regel ambulant durchgeführt wird. Viele Patientinnen und Patienten sind vor dem ersten Termin verständlicherweise nervös – meist ist die Rückmeldung danach: „War halb so wild.“

  • Vorbereitung: Das Auge wird sorgfältig desinfiziert und mit Augentropfen örtlich betäubt. Dadurch ist der Eingriff normalerweise nicht schmerzhaft, eher spürbar als „Druckgefühl“. Damit Sie währenddessen nicht blinzeln, wird das Auge kurz mit einem kleinen Halter offen gehalten – das klingt unangenehmer, als es sich anfühlt.
  • Die Injektion: Das Medikament wird dann in den Glaskörperraum gegeben. Das dauert nur wenige Sekunden. Anschließend wird das Auge nochmals kontrolliert. Insgesamt ist der Termin meist schnell vorbei – inklusive Vorbereitung und kurzer Nachbeobachtung.
  • Direkt danach: Das Sehen kann vorübergehend verschwommen sein, manchmal gibt es ein Fremdkörpergefühl oder leichte Reizungen. Auch kleine Rötungen sind möglich. Planen Sie am besten, dass Sie nicht selbst Auto fahren und lassen Sie sich abholen oder nutzen Sie öffentliche Verkehrsmittel.

Nachsorge & Verhalten:

  • Reiben Sie das Auge nicht und halten Sie es sauber.
  • Verzichten Sie für kurze Zeit auf Schwimmbad / Sauna.
  • Nehmen Sie Kontrolltermine in unserer Praxis zuverlässig wahr – sie sind ein wichtiger Teil der Therapie
Für die IVOM-AMD-Behandlung stehen heute verschiedene bewährte Wirkstoffe zur Verfügung – darunter auch Biosimilars (vergleichbare Nachfolgepräparate biologischer Medikamente). Welche Präparate im individuellen Fall infrage kommen, hängt vom Befund, dem Verlauf der AMD und unserer individuellen ärztlichen Empfehlung für Sie ab.

Im Folgenden finden Sie eine Übersicht der in unserer Praxis eingesetzten Präparate. Die Auswahl und das genaue Behandlungsschema besprechen wir immer persönlich und verständlich im Rahmen der Untersuchung.

  • Vabysmo (Faricimab)
  • Lucentis (Ranibizumab)
  • Eylea (Aflibercept)
  • Avastin (Bevacizumab)
Wie bei jedem Eingriff gibt es Risiken, ernsthafte Komplikationen sind jedoch sehr selten. Möglich sind z. B. vorübergehende Reizungen oder kleine Einblutungen an der Einstichstelle. Sehr selten kann es zu einer Entzündung im Augeninneren oder anderen schwerwiegenden Problemen kommen. Wichtig ist daher: Wenn Sie nach der Behandlung starke Schmerzen, eine deutliche Rötung, plötzliche Sehverschlechterung oder auffällige Schatten/„Rußregen“ bemerken, melden Sie sich bitte umgehend in der Praxis.

Ihre Fragen, unsere Antworten

FAQ zu IVOM-AMD-Behandlung München

Das ist sehr individuell. Manche starten mit engmaschigen Terminen, danach wird je nach Befund angepasst (z. B. verlängerte Intervalle, wenn die AMD trocken und inaktiv bleibt).

Wir empfehlen, am Behandlungstag keine Kontaktlinsen zu tragen und Augen-Make-up zu vermeiden. So reduzieren Sie Reizungen und das Risiko, dass Keime in die Nähe des Auges gelangen. Wann Sie wieder Kontaktlinsen nutzen dürfen, sagen Ihnen die behandelnde Ärzte je nach Verlauf oder besprechen wir mit Ihnen bei den Kontrollterminen.

Bei feuchter AMD sind regelmäßige Kontrollen wichtig, weil die Aktivität dieser chronischen Erkrankung wieder zunehmen kann. Wenn Sie einen Termin nicht wahrnehmen können, melden Sie sich am besten frühzeitig, damit wir zeitnah umplanen können.

In vielen Fällen ist die Therapie grundsätzlich erstattungsfähig, aber die Details hängen von Diagnose, zugelassenem Wirkstoff, Ihrer Versicherung (GKV/PKV) und dem Abrechnungsweg ab. Wir geben Ihnen vor Beginn eine kurze Erstattungsinfo – damit die Kosten transparent sind.

Gemeinsam den nächsten Schritt planen

Jetzt Termin anfragen – wir beraten Sie verständlich und in Ruhe

Eine IVOM-AMD-Behandlung ist für viele Patientinnen und Patienten ein wichtiger Baustein, um das Sehvermögen möglichst zu stabilisieren. Ob die Therapie in Ihrem Fall sinnvoll ist, lässt sich jedoch nur nach einer gründlichen Untersuchung und anhand Ihrer Befunde zuverlässig beurteilen.

Wenn Sie Fragen haben, unsicher sind oder bereits eine AMD-Diagnose vorliegt: Melden Sie sich gern bei uns. Wir erklären Ihnen die nächsten Schritte verständlich, besprechen Chancen und Risiken transparent und planen – falls erforderlich – die Behandlung und Kontrollen so, dass sie gut in Ihren Alltag passen.

Gut zu wissen

Die intravitreale Medikamenteneingabe IVOM zählt heute zu den wichtigsten und effektivsten Behandlungsverfahren bei verschiedenen Makulaerkrankungen wie der altersbedingte Makuladegeneration (AMD), dem diabetischen Makulaödem (DMÖ), Makulaödemen nach Gefäßverschlüssen (Thrombosen) sowie weiteren Makulaerkrankungen unterschiedlicher Ursache.

In der Regel erfolgt die IVOM-Therapie über einen längeren Zeitraum. Durch regelmäßige Therapie kann die Sehschärfe in vielen Fällen stabilisiert und teilweise sogar verbessert werden.

Zurück zu allen Leistungen

Jetzt Termin vereinbaren